Samstag, 23. Juli 2011

Das weltweit größte Tierversuchsprogramm REACH – Schlimmer als gedacht


PETA UK-Motiv zum skandalösen REACH-Bericht
PETA UK-Motiv zum skandalösen REACH-Bericht


DETAILS DES VON DER ECHA VERÖFFENTLICHTEN HORROR-BERICHTS:

Dieser Bericht ist erschreckend, denn er legt u.a. folgende Fakten offen:
  • Bis zu 1.000 Tiere wurden in schmerzhaften Haut- und Augenreizungstests verwendet, obwohl vollkommen anerkannte tierfreie Alternativmethoden existieren, von denen einige sogar in EU-Rechtsvorschriften festgeschrieben sind.
  • Für einige Chemikalien müssen Firmen eigentlich einen Test-Antrag einreichen, der im Vorfeld genehmigt werden muss, aber trotzdem wurden Tierversuche ohne diesen Antrag und die entsprechende Genehmigung durchgeführt. Geschätzte 58.000 Tiere litten und starben in diesen Versuchen.
  • Obwohl die ECHA die Empfehlung aussprach, dass bestimmte Vorversuche vermieden werden sollten, falls stattdessen Vorschläge für umfassendere Testmethoden eingingen, führten etliche Firmen nichtsdestotrotz die entsprechenden Tierversuche durch. Ca. 140.000 Tiere starben für diese Versuche.
  • Spezielle Kontrollmechanismen zur Vermeidung von Tierversuchen in der REACH-Gesetzgebung – Mechanismen, für deren Einführung PETA und andere Tierschützer hart gekämpft haben – kamen kaum zum Einsatz oder wurden komplett ignoriert. Aufgrund der derzeitigen Informationslage kann man nicht einschätzen, wie viele Tiere deswegen sterben mussten.
  • WER IST VERANTWORTLICH UND WAS KÖNNEN SIE TUN?

    Wer ist daran schuld? Sicherlich hätten die Firmen diese Versuche nicht durchführen sollen – aber die Europäische Chemikalienagentur scheint noch nicht einmal geprüft zu haben, ob Tierversuche durch tierfreie Methoden ersetzt werden konnten, obwohl dies augenscheinlich eine klare Verpflichtung nach dem Gesetz zu sein scheint. Deswegen fordert PETA UK die Europäische Kommission in einem Brief auf, sofort und entschieden zu handeln, um sicherzustellen, dass Tierversuche unter REACH tatsächlich und nicht nur in leeren Ankündigungen minimiert werden. Denn die EU-Kommission ist letztendlich dafür verantwortlich, dass REACH ordnungsgemäß ausgeführt wird.

    Bitte fordern auch Sie den EU-Umweltkommissar Janez Potocnik über das Kontakformular auf seiner Website auf, sofort zu handeln. Bitte senden Sie ausschließlich höfliche Briefe und bitten Sie die Kommission, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, damit Tierversuche wo und wann immer möglich vermieden werden, und Strafen für Brüche mit diesem Grundsatz einzuführen.
  • Quelle: PETA

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